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Gerhard Mondon
Neuhausen
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Die
Besiedelung unserer Region geht zurück bis zum Ende des 12.
und Anfang des 13. Jahrhunderts.
Diese
Region bestand zum damaligen Zeitpunkt aus dichten
"urwaldartigen" Wäldern. In vielen Dokumen-tationen und
Aufzeichnungen findet man immer wieder den Begriff "miriquidi",
was soviel bedeutet wie "dichter, dunkler Wald"
Nur einige
wenige Pfade führten über Böhmen kommend durch dieses
Gebiet. Daher nannte man diese Wege auch "Böhmische Steige".
Einem solchen Steig verdankt Pur-schenstein, und somit auch
Neuhausen, seine Entste-hung. |
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Die wohl wichtigste
Rolle bei der Besiedelung spielten die Zisterziensermönche des nahe
gelegenen Klosters Osseg. Unter ihrem Einfluss kam es zu
umfangreichen Rodungen von großen Waldflächen, um Platz für die
Gründungen der ersten Ansiedlungen zu schaffen. Erste Siedler, die
sich in diesem Gebiet niederließen stammten aus Franken und
Schwaben.
Die erste
urkundliche Erwähnung von "castro Borssensteyn" stammt aus dem Jahre
1289. Neuhausen hieß zum damaligen Zeitpunkt "Borsinstein". Erst ab
1586 erschienen in Urkunden die Namen "Neuenhaus" - "Neuhause" – "Newenhausen"
– "Newenhawse". Offenbar standen diese Bezeichnungen im direkten
Zusammenhang mit Schloß Purschenstein und bedeuteten soviel wie
neues Haus oder neue Burg.
Die damalige Zoll-
und Geleitsburg Purschenstein lag direkt an der Salzstraße und
verdankt ihren Namen ihrem Grün-der, dem böhmischen Grafen Borso II.
(Borsinstein und Borstenstein).
Waldarbeiter und Tagelöhner waren
es, die im Schutz von Schloß Purschenstein mit der Besiedlung des
Ortes Neu-hausen begannen. Bereits ab 1200 entwickelte sich neben der
forstwirtschaftlichen Industrie auch die Glasherstellung.
Interessantes hierüber erfahren Sie in unserem Glashüttenmuseum.
Zum Ende des 19.
Jahrhunderts begann man in Neuhausen mit der Herstellung von Möbeln.
In ca. 10 kleinen Handwerksbetrieben begann man mit der Produktion
von Stühlen und Wohnzimmermöbeln. Viele der benötigten Maschinen und Vorrichtungen wurden von zwei Firmen in Neuhausen
gebaut.
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Dieses Handwerk
entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer für den Ort sehr
wichtigen und prägenden Industrie und bereits damals fanden bis zu
300 Neuhausener Bürger Arbeit und Lohn in diesen Betrieben. Im Zuge
der Verstaatlichung privater Betriebe in der DDR wurden diese Betriebe zur
"Vereinigten Sitzmöbelindustrie" (VSI) zusammengeschlossen und man
stellte die individuelle Produktion von Kleinserien auf moderne
Großserienfertigung um. Täglich verließen ca. 1.500 Stühle in
zahlreichen Varianten den Betrieb. Der überwiegende Teil der
Produkte ging in den Export. Der Betrieb entwickelte sich im Laufe
der Jahre zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Kurz vor
der politischen Wende waren hier weit über 800 Arbeiter beschäftigt. Leider brach der
Absatzmarkt nach der Wende total zusammen. Nach Entlassung eines
Großteils der Beschäftigten, begann man wieder mit der Produktion
individueller Kleinserien. Aber auch ein mehrfacher Besitzerwechsel
brachte keinen Erfolg. Die Holzindustrie in Neuhausen war zum
Scheitern verurteilt.
Einen
hervorragenden Einblick in die Stuhlproduktion vermittelt das
technische Museum "Alte Stuhlfabrik".
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Seit mehr als 100 Jahren spielt der
Tourismus eine wichtige Rolle in der Entwicklungsgeschichte unserer
Gemeinde.
| Ortsteil |
Fläche in
m² |
Einwohner
(31.12.2012) |
| Cämmerswalde |
12.922.730,27 |
589 |
| Deutschgeorgenthal |
50.741,88 |
30 |
| Dittersbach |
3.892.394,63 |
226 |
| Frauenbach |
642.413,25 |
105 |
| Heidelbach |
448.820,70 |
15 |
| Neuhausen |
28.674.600,09 |
1546 |
| Neuwernsdorf |
1.143.818,63 |
143 |
| Rauschenbach |
326.728,09 |
202 |
| Gesamt |
48.102.247,54 |
2856 |
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