Geschichte - Ort - Neuhausen im Erzgebirge - 2017

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Geschichte des Ortes Neuhausen

Schloß Purschenstein
Unter ihrem Einfluss kam es zu umfangreichen Rodungen von großen Waldflächen, um Platz für die Gründungen der ersten Ansiedlungen zu schaffen. Erste Siedler, die sich in diesem Gebiet niederließen stammten aus Franken und Schwaben.
Die erste urkundliche Erwähnung von "castro Borssensteyn" stammt aus dem Jahre 1289. Neuhausen hieß zum damaligen Zeitpunkt "Borsin-stein". Erst ab 1586 erschienen in Urkunden die Namen "Neuenhaus" - "Neuhause" – "Newenhausen" – "Newenhawse". Offenbar standen diese Bezeichnungen im direkten Zusammenhang mit Schloß Purschenstein und bedeuteten soviel wie neues Haus oder neue Burg.
Die damalige Zoll- und Geleitsburg Purschenstein lag direkt an der Salzstraße und verdankt ihren Namen ihrem Gründer, dem böhmischen Grafen Borso II. (Borsinstein und Borstenstein).
Waldarbeiter und Tagelöhner waren es, die im Schutz von Schloß Purschenstein mit der Besiedlung des Ortes Neuhausen begannen. Bereits ab 1200 entwickelte sich neben der forstwirtschaftlichen Industrie auch die Glasherstellung. Interessantes hierüber erfahren Sie in unserem Glashüttenmuseum.
Zum Ende des 19. Jahrhunderts begann man in Neuhausen mit der Herstellung von Möbeln. In ca. 10 kleinen Handwerksbetrieben begann man mit der Produktion von Stühlen und Wohnzimmermöbeln. Viele der benötigten Maschinen und Vorrichtungen wurden von zwei Firmen in Neuhausen gebaut.

Dieses Handwerk entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einer für den Ort sehr wichtigen und prägenden Industrie und bereits damals fanden bis zu 300 Neuhausener Bürger Arbeit und Lohn in diesen Betrieben. Im Zuge der Verstaatlichung privater Betriebe in der DDR wurden diese Betriebe zur "Vereinigten Sitzmöbelindustrie" (VSI) zusammengeschlossen und man stellte die individuelle Produktion von Kleinserien auf moderne Großserienfertigung um. Täglich verließen ca. 2.000 Stühle in zahlreichen Varianten den Betrieb. Der überwiegende Teil der Produkte ging in den Export. Der Betrieb entwickelte sich im Laufe der Jahre zu einem der größten Arbeitgeber in der Region. Kurz vor der politischen Wende waren hier weit über 800 Arbeiter beschäftigt.
Leider brach der Absatzmarkt nach der Wende total zusammen. Nach Entlassung eines Großteils der Beschäftigten, begann man wieder mit der Produktion individueller Kleinserien. Aber auch ein mehrfacher Besitzerwechsel brachte keinen Erfolg. Die Holzindustrie in Neuhausen war zum Scheitern verurteilt.
Einen hervorragenden Einblick in die Stuhlproduktion vermittelt das technische Museum "Alte Stuhlfabrik".


Übrigens: Im Nussknackermuseum können Sie auch einen echten Stuhlbauer kaufen. Natürlich als Räuchermann.


Seit mehr als 100 Jahren spielt der Tourismus eine wichtige Rolle in der Entwicklungsgeschichte unserer Gemeinde.



 
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