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Neuhausen liegt im westlichen Osterzgebirge direkt an der Grenze zum Mittleren Erzgebirge, eingebettet im oberen Flöhatal und umrahmt vom 837m hohen Kohlberg, dem 834m hohen Klugehübel und dem 789m hohen Schwartenberg.

 

Zu unserer Gemeinde Ort gehören die Ortsteile:

  • Cämmerswalde,
  • Deutschgeorgenthal,
  • Dittersbach,
  • Frauenbach,
  • Heidelbach,
  • Neuwernsdorf und
  • Rauschenbach.

Geschichtliche Entwicklung

Die Geschichte und Entstehung des Ortes Neuhausen ist untrennbar mit der Geschichte von Schloss Purschenstein verbunden. Die Besiedlung der erzgebirgischen Kammregion begann am Ende des 12. und Anfang des 13. Jahrhunderts. Noch heute findet man in alten Schriften den Begriff "Miriquidi" (Dunkelwald). So bezeichnete man zur damaligen Zeit den (Ur)-Wald, der einst die Kammlagen des Erzgebirges und darüber hinaus große Teile des heutigen Sachsens bedeckte. Nur wenige Paßpfade führten seit uralten Zeiten von Böhmen kommend über den Gebirgskamm. Diese auch  "Böhmische Steige" genannten Pfade waren die Vorläufer der später als "Salzstrassen" bezeichneten Handelswege.

Einem solchen "Böhmischen Steig" verdankt Schloß Purschenstein und somit auch Neuhausen seine Entstehung. Eine entscheidende Rolle fällt dabei den Zisterziensermönchen des Klosters Ossegg zu. Ihrem Einfluss ist es zu verdanken, dass es im hiesigen Raum zu grossflächigen Waldrodungen kam, um Platz für die Gründung von Ansiedlungen zu schaffen.

Der erste urkundliche Nachweis, der den Namen "castro Borssensteyn" (castro =befestigtes Lager) enthält, stammt aus dem Jahre 1289. Auch das Dörfchen Neuhausen versteckte sich anfangs unter dem Namen "Borsinstein". Erst seit 1586 erschienen in Urkunden die Namen Neuenhaus -Neuhause – Newenhausen – Newenhawse, offenbar in oben erwähntem Sinne „neues Haus“ oder Burg. Begründer und Namensgeber der Burg war der der böhmische Graf Borso II.

In den Jahren zwischen 1389 und 1945 befand sich das Schloss im Besitz des Rittergeschlechts von Schönberg.

Rekonstruktionszeichnung der Geleitsburg Purschenstein (13. Jh.)

Nach der Enteignung im Jahre 1945 wurde das Schloss zum Kinderheim und später ein kulturelles Zentrum (FDGB- Kulturhaus) in der Region.

Im Jahre 1989 wurden große Teile des Schlosses durch einen verheerenden Großbrand zerstört. Dem Einsatz vieler freiwilliger Helfer und Spender ist es zu verdanken, dass ein großer Teil der Zerstörungen repariert werden konnten. Bedingt durch die politische Wende 1989 ging Schloss Purschenstein in den Besitz der Gemeinde Neuhausen über.

Nach vielen Bemühungen und auch mehreren Fehlschlägen fand das Schloss im Jahre 2005 schließlich einen neuen Besitzer und Investor. Schon in wenigen Monaten wird das Wahrzeichen von Neuhausen im neuen Glanz erstrahlen und sich unseren Gästen als moderenes Hotel präsentieren.

Wirtschaftliche Entwicklung

In der Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Entwicklung Neuhausens zu einem Zentrum der Möbelindustrie - vorrangig Sitzmöbel. Dieser industriellen Entwicklung verdanken wir die Entstehung zahlreicher Fabriken.

Es entstanden Wohnungen und Geschäfte, Neuhausen erhielt ein Rathaus und das Postamt. Einen weiteren industriellen Aufschwung erlebte Neuhausen am 1. Oktober 1895 mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke Olbernhau - Neuhausen und damit  den Anschluss an das sächsische Eisenbahnnetz. Nun hatte Neuhausen eine direkte Verbindung zu den Industriegebieten von Chemnitz und Umgebung.

Ein weiterer, nicht unwesentlicher wirtschaftlicher Faktor war und ist der Tourismus. Zahlreiche Betriebe aus dem gesamten Gebiet der damaligen DDR errichteten in und um Neuhausen Betriebsferienheime und Kinderferienlager. Nach der politischen Wende hatten mit der Schließung zahlreicher Fabriken auch diese Betriebsferienheime ihre Existenzgrundlage verloren. Andererseits lockten die nun offenen Grenzen zum Urlaub in ferne Länder. Für den Tourismus im Erzgebirge sah es nicht sehr rosig aus.

Doch im Laufe der vergangenen Jahre fanden sich viele Investoren, die mit viel Liebe und Enthusiasmus, aber auch mit viel Geld dem Tourismus in der Region neues Leben einhauchten. Es entstanden zahlreiche neue Hotels und Ferienanlagen, die mit ihren abwechslungsreichen und lukrativen Angeboten dafür sorgen, das das Erzgebirge wieder zu einem gefragten Ferienziel geworden ist.

Ganz gleich zu welcher Jahreszeit - bei uns findet jeder Gast unzählige Möglichkeiten für Entspannung und Erholung.  

Bekannte & berühmte Persönlichkeiten

Professor Wilhelm Walther - Schöpfer des berühmten Fürstenzuges an der Dresdener Schloßmauer

Wilhelm Walther wurde am 18. Oktober 1826 in Cämmerswalde als Sohn eines bei der Herrschaft von Schönberg angestellten Revierförsters aus Seiffen geboren. Bereits in jungen Jahren brachte er seine ersten zeichnerischen "Waldgeheimnisse" zu Papier. Während seiner Schulzeit vertiefte er unter Anleitung von Meister Wanke, einem angesehenen Spielzeuggestalter aus Seiffen seine künstlerischen Fertigkeiten. Nach Abschluss seiner Schulzeit bemalte und gestaltete er in Zöblitz Dosen und Schmuckgegenstände aus Serpentinstein.

Im Jahre 1842 begann er ein Studium an der Kunstakademie in Dresden. Aus privaten und finanziellen Gründen konnte er sein Studium aber erst 1886 abschliessen.

Von seinen ehemaligen Professoren Pechel und Hübner erhielt Wilhelm Walther dann auch den Anstoß, sich an der Ausschreibung für die Gestaltung der Wand am Stallhof in der Dresdener Augustusstrasse zu beteiligen. Nachdem er die gesamte Konkurrenz mit weitem Abstand hinter sich gelassen hatte bekam er schließlich den Auftrag zur Realisierung des "Fürstenzuges". In seinen Vorstellungen sollten alle Fürsten der Zeiten seit der Übernahme der Mark Meißen im Jahre 1089 durch die Wettiner bis hin zum 19. Jahrhundert in einem Zug durch die Auguststrasse zum Schloss ziehen.

Letztlich, ganz am Ende des Fürstenzuges kommt er selbst daher. Zwischen seinen Professoren Peschel und Hübner und dem von ihm sehr verehrten Ludwig Adrian aus Meißen blickt er nachdenklich unter seinem Künstlerhut mit der breiten Krämpe hervor.

Am 13. Mai 1913 verstarb Wilhelm Walther im Alter von 87 Jahren. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Matthäus- Friedhof in Dresden.

Der Fürstenzug am Dresdener Schloss - zum Vergrößern anklicken

Konrad Winkler

wurde am 17. Februar 1955 in Neuhausen geboren und ist ein ehemaliger "Nordischer Kombinierer". Er gehörte in den siebziger und achtziger Jahren zu den weltweit besten Kombinieren.

1978 gewann er die Weltmeisterschaft Nordischen Kombination. In den Jahren 1976 und 1980 gewann er jeweils Bronze bei Olympischen Spielen, 1982 wurde er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften in Oslo Zweiter hinter Tom Sandberg.

1990 wurde er zum Bundestrainer für die Nordische Kombination ernannt, wurde aber 1992 nach Unstimmigkeiten mit den Nordischen Kombinierern abgelöst.

Janko Neuber

wurde am 25.6.1971 in der erzgebirgischen Stadt Marienberg geboren. Von 1978 bis 1985 besuchte er die Polytechnische Oberschule in seinem Heimatort Neuhausen, wo auch seine sportliche Karriere begann.

Seine größten Erfolge:

Sportliche Erfolge: 1989 -Juniorenweltmeisterschaften Hamar (NOR) 10.Platz 30km Freistil-2.Platz Staffel, 1990 - Juniorenweltmeisterschaften Les Saises (FRA) Weltmeister Staffel 4.Platz 10km Klassisch, 1991 - Deutsche Jugendmeisterschaften 3x1.Platz 10km/30km/Staffel Juniorenweltmeisterschaften Reit i. Winkl 13.Platz 30km Freistil, 1992 - Olympische Spiele Albertville 23.Platz Jagdrennen 29.Platz 50km Freistil, 1993 - Weltmeisterschaften Falun 17.Platz 50km Freistil
Deutscher Meister 15km Freistil Deutsche Meisterschaften 2.Platz 50km Freistil, 1994 - Olympische Spiele Lillehammer 33.Platz 30km Freistil 35.Platz Jagdrennen Deutscher Meister 30km Freistil, 1995 - Deutsche Meisterschaften 2.Platz Staffel 4.Platz 50km Klassisch 6.Platz 15km Freistil - Ersatzmann für die WM-Mannschaft, 1996 - Weltcup Gällivare (SWE) 13.Platz 15km Freistil
Davos (Schweiz) 7.Platz Staffel Brusson (ITA) 32.Platz 15km Freistil -St.Catarina (ITA) 18.Platz Jagdrennen - Seefeld (AUT) 7.Platz 2er Sprint - Reit im Winkl 9.Platz K.o.-Sprint - Deutsche Meisterschaften Oberhof 5.Platz 15km Freistil - 1997 - Deutsche Meisterschaften Baiersbronn 2.Platz 30km Freistil, 1998 - 1998 Deutsche Meisterschaften Ruhpolding 3.Platz 30km Klassisch, 1999 - Weltmeisterschaften Ramsau 4.Platz Staffel - Deutsche Meisterschaften Klingenthal Deutscher Meister 30km Freistil - Deutscher Meister Jagdrennen, 2000 - Deutscher Meister 50km Freistil

 

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